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Front Matter Pages Pages Heaven on Earth: Tunguska, 30 June Transcendence of Gravity: Arthur C. Clarke and the Apocalypse of Weightlessness. Per Media Ad Astra? Look Up! Art in the Age of Orbitization. Back Matter Pages About this book Introduction Imagining Outer Space makes a captivating advance into the cultural history of outer space and extraterrestrial life in the European imagination. Jahrhundert 20th century empire Europe fascism fiction France Germany history media.

Nun konnte ich Entdeckungen machen, das Traumgeschehen beliebig steuern oder mich einfach meines Zustandes freuen und in die dunkle Nacht hinaussehen. Ich betrachtete dieses Erlebnis als selbstverstndlich. Nie kam mir der Gedanke, da dies paranormal sein knnte. Ich wute nicht, wie weit dies alles von der praktischen und theoretischen Normalitt entfernt war.

Die Tatsache, da sich bewutseinsmig keinerlei Unterschied zwi schen innerkrperlichem und auerkrperlichem Zustand ausmachen lie, zwang mich zu grter Vorsicht. Ich wollte unter keinen Umstn den schwer verunfallen nur weil ich mich nicht vergewissert hatte, in welchem Krper ich mich aufhielt. Um mich also zweifelsfrei von der Auerkrperlichkeit zu berzeugen, entwickelte ich mit der Zeit meh rere Zustandskontrollen, Methoden, die es mir erlaubten, meinen Zustand mit Sicherheit zu bestimmen.

Ohne diese Sicherheit wagte ich es damals schlief ich in einem kleinen Estrichzimmer im vierten Stock eines Mehrfamilienhauses, in dem sich die elterliche Wohnung befand nach dem Hinaussteigen auf das Dach nicht, in den Hof hinunterzuspringen. Ich kletterte blo der Dachrinne entlang oder auf dem Dach herum, bis ich pltzlich wieder in den schlafenden physi schen Krper zurckschnellte. Mit der Zeit wurde ich mutiger und hangelte mich via Regenrohr bis zum Balkon hinunter, von wo aus es problemlos weiter von Balkon zu Balkon bis ins Erdgescho hinabging.

Letzteres hatte ich schon mit dem physischen Krper getan, weshalb mir der Abstieg nicht schwerfiel. Nach einigen Wiederholungen ging mir diese Kletterei im auerkrperlichen Zustand viel zu langsam, denn meines Erachtens mute es zustandsadquatere Fortbewegungsweisen geben. Springen oder Fliegen wre schneller gegangen. Aber dafr mute ich unbedingt wissen, ob ich mich im Zweitkrper auerhalb des physischen Krpers befand. Ich entwickelte also zunchst zwei zur Bestimmung des Zustandes geeignete Methoden. Als erstes pflegte ich nun einen Blick auf mein Bett zu werfen.

Lag mein schlafender Krper da, dann wute ich, da ich mich auerhalb meines physischen Leibes befand. Diese Methode hatte allerdings ihre Tcken, denn oft wurde ich gerade wegen dieses Zurckblickens wieder zurckgezogen. Manchmal war es auch viel zu dunkel, um wirklich etwas erkennen zu knnen. Deshalb benutzte ich eine andere Kontrollmglichkeit. Bei einer meiner nchtlichen Exkursionen hatte ich nmlich festgestellt, da im auerkrperlichen Zustand das geschlossene Zimmerfenster durchdrungen werden konnte, ohne da die Scheibe in Brche ging.

So etwas war mit dem materiellen Krper unmglich! Mein Plan bestand nun darin, in jedem Fall die Scheibe direkt zu durchqueren, wenn ich auf das Dach hinausgelangen wollte. Deshalb lie ich das Fenster stets nur einen Spaltbreit offen. Es erwies sich in der Folge, da ich damit eine sichere Methode gefunden hatte, um den jeweiligen Zustand zu bestimmen. Ich streckte einen Arm vor, berhrte mit der Hand die Fensterscheibe, drckte leicht dagegen und wute sogleich, ob ich auerkrperlich war oder nicht.

Konnte ich das Glas durchdringen, so bestand kein Zweifel mehr an meiner Auer krperlichkeit. Spter fand ich noch weitere Kontrollmglichkeiten, weil ich mich immer mehr an den auerkrperlichen Zustand gewhnte und anpate und neue Empfindungen kennenlernte, die ich zuvor nicht bewut hatte wahrnehmen knnen. Neben der Zustandskontrolle gibt es auch die Bewutseinskontrolle7, die vor allem beim bergang von einem gewhnlichen in einen luziden Traum8 von groer Bedeutung ist. In diesem Falle wird man sich ja whrend eines Traumgeschehens voll bewut, da man trumt.

Daher ist es unerllich, die Kontinuitt des Ich-Bewutseins zu kontrollieren, um nicht wieder in einen dumpfen Traumzustand zurckzufallen. Die aktive Prfung des Bewutseins mittels Datum, Wochentag und Lage des eigenen Krpers fordert trotz des geringen Zeitaufwandes ein hohes Ma an Selbstbeherrschung und Willensanstrengung! Man ist whrend der Auerkrperlichkeit jederzeit fhig, eine beliebige Art der aktiven Bewutseinskontrolle durchzufh ren, was man besonders als Anfnger auch des fteren tun sollte, um nicht ins Vergessen bzw.

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Da man aber bei den ersten auerkrperlichen Erfahrungen oft nicht den geringsten Unterschied zum Tagesbewutsein feststellen kann und sich krperlich etwa so fhlt wie immer, sollte vor der Bewutseinskontrolle eine Zustandskontrolle gemacht werden. Von Anfang an hatten mich die sehr hufig auftretenden auerkr perlichen Zustnde manchmal drei- bis viermal in der Woche gelehrt, da die Ablsung vom schlafenden physischen Krper unproblematisch war und keinerlei Schwierigkeiten bereitete ich stand einfach auf wie jeweils am Morgen.

Kritisch wurde es oft erst nach der Ablsung. Obwohl ich dank der Anwendung einer meiner Zustandskontrollen bald einmal den Mut fand, von der Dachrinne aus in den Hof hinunter zuspringen oder vom Haus wegzufliegen, tauchten frher oder spter unberwindliche Hindernisse auf, die es mir nicht erlaubten, mehr als etwa Meter vom Ausgangspunkt wegzukommen. Ich konnte mir dies nicht erklren und fand damals auch keine Mittel, diese Blockade zu durchbrechen.

Oft wurde ich beim Versuch, den Abstand zu vergr ern, pltzlich mit aller Heftigkeit von irgendwelchen Zwngen befal len. Ich konnte nicht mehr tun, was ich wollte, sondern wurde in ein Geschehen verwickelt, das zum Verlust des kontinuierlichen Bewut seins fhrte. Ich fiel in eine typische Traumwelt hinein, in der ich nur das mir wohlbekannte Traum-Ich besa und nicht wute, da ich trumte und wo ich war.

Es ergaben sich aber noch andere Fragen. Warum konnte ich manchmal fliegen und andere Male wieder nicht? Weshalb lieen sich die Fensterscheiben nicht immer gleich mhelos durchqueren? Und was mochte der Grund dafr sein, da ich trotz verzweifelter Anstrengungen niemals weiter als etwa Meter von meinem Zimmer Weggehen oder fliegen konnte? Damals fand ich keine Antworten auf diese Fragen, sondern konnte blo versuchen, an die Grenzen des mir Mglichen zu kommen und vor allem genau auf das zu achten, was sich mir da als Hindernis entgegenstellte. Ich hatte eingesehen, da ich mich noch so perfekt vom physischen Krper ablsen konnte dies hatte keinen entscheidenden Einflu auf den darauffolgenden Zustand.

Welche Bedingungen waren also zu erfllen, um die Auerkrperlichkeit zeitlich zu verlngern und den Aktionsradius zu vergrern? Der Verlust von Fhigkeiten der Jugendzeit Mit 16 las ich Sigmund Freuds Traumdeutung und wunderte mich, da der berhmte Psychologe unfhig war, seine Trume direkt zu beeinflussen.

Anschlieend nahm ich mir die Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie vor und staunte noch mehr, denn meine gewhnlichen und vor allem die luziden Trume besttigten Freuds Annahmen kei neswegs: das Geschehen war in meinen Erlebnissen nicht zensuriert. Aus dem Buch Zur Psychopathologie des Alltagslebens lernte ich dagegen sehr viel. Dann machte mich mein Firmpate auf Jungs Autobio Anm. Dieses Buch beeindruckte mich derart, da ich begann, mich neben der Schule systematisch mit dem Werk dieses Tiefenpsychologen auseinanderzu setzen.

Obwohl ich zu Beginn hchstens ein Viertel des Gelesenen verstand, beschftigte ich mich sooft ich neben den durch die kurz bevorstehende Maturittsprfung immer grer werdenden schuli schen Belastungen Zeit fand mit dem Jungschen Werk. Je nher der Schulabschlu rckte, desto seltener lste ich mich vom Krper ab. Da ein direkter Zusammenhang mit den schulischen Anforderungen bestehen knnte, merkte ich damals nicht. Zwar mi fiel mir diese Entwicklung, aber ich ma der Wende keine besondere Bedeutung zu, da sie mglicherweise einer notwendigen Entwicklung entsprach.

Auerdem sprach kein Psychologe von Erfahrungen, wie ich sie immer wieder erlebt hatte. Nur C. Jung schien hnliches erlebt zu haben, ohne aber sein psychologisches Konzept darauf auszurichten. Am Juli war ich zwanzig Jahre alt geworden. Was das Studium angeht, so hatte ich mich fr eine naturwissenschaftliche Ausbildung entschieden.

Es schien mir wesentlich, exakte Grundlagen und saubere experimentelle Arbeitsmethoden kennenzulernen. Ich nahm mir vor, nach dem Dokto rat in Biologie ein Zweitstudium geisteswissenschaftlicher Art aufzu nehmen. Nebenher beschf tigte ich mich weiterhin mit der Analytischen Psychologie und begann mit dem Aufschreiben meiner Trume. Die auerkrperlichen Erleb nisse wurden nun immer seltener, aber die Trume waren zum grten Teil noch sehr friedlich und befriedigend.

Nach dem vierten Semester nahmen die Belastungen an der Universi tt zu, denn es galt, fr die Zwischenprfungen zu lernen und das erste Nebenfach, die Botanik, abzuschlieen. Die Prfungen verliefen mehr oder weniger zu meiner Zufriedenheit. Innerlich machte sich in dieser Zeit ein zunehmendes Unbehagen breit. Die Art des Wissens, das ich mir anzueignen hatte, sprach nur einen Teil meines Menschseins an, denn der gefhlsmige Zusammenhang zwischen den mich interessie renden Fchern und mir selbst schien sich zu verflchtigen.

Table of contents

Die zuneh mende intellektuelle Inanspruchnahme lie das Bedrfnis nach empfin dendem Erleben und gefhlsmiger Anteilnahme unbercksichtigt. Es kam zu einer inneren Entfremdung, die sich im persnlichen Alltagsbe reich auswirkte und immer strker die nchtlichen Erlebnismglichkei ten beschrnkte. Die naturwissenschaftliche Betrachtungsweise entzog den Objekten meines Interesses alle Lebendigkeit, um sie dann begriff lich und formal zu kategorisieren.

Auf diese Weise ging der Bezug zur Gesamtheit meines Erlebens verloren. Mein Intellekt beschftigte sich mit Dingen und Begriffen, die mir kaum etwas bedeuteten. Ich ahnte dies irgendwie, weigerte mich aber dennoch, den leise drngenden Stimmen weiter nachzugehen. Ich sah einfach keinen Ausweg, wie diese zerfahrene Situation htte gendert werden knnen, ohne da damit mein Ausbildungs- und Karriereziel gefhrdet gewesen wre. Dann erlebte ich in der Nacht auf den 7. Februar folgenden luziden Traum:.

Ich bin mit meiner Anima zusammen. So nenne ich eine in meinen Trumen immer wiederkehrende junge Frau mit meist blonden Haaren, die sehr hbsch ist und meiner Frau gleicht. Es erstaunt mich, da zwischen uns ein derart harmonisches Einvernehmen besteht, denn ich erinnere mich, bei C. Wie in vielen anderen Trumen an die ich mich jetzt im Traum!

Ich begleite sie zu ihrem Haus am Rheinsprung. In der materiellen Wirklichkeit steht an dieser Stelle das ehemalige Gebude der Universi tt Basel, in dem jetzt die Zoologische Anstalt untergebracht ist. Dieser Sachverhalt ist mir im Traum bekannt. Da ich in der Stadt noch irgendwelche Besorgungen zu machen habe, verabschiede ich mich und gehe.

Nach einer unbestimmten Zeitspanne erhalte ich die Nachricht, da die junge Frau gestorben sei. Eine Traurigkeit, wie ich sie noch niemals erlebt habe, berkommt mich. In tiefster Beklemmung eile ich zurck zum Haus, renne die Treppen hinunter und betrete das Schlafzimmer. Doch ihre Leiche ist nirgends zu finden. Auf dem Bett sitzt nur eine mir nicht bekannte Frau mittleren Alters, die still vor sich hin weint. Ich trete zu der Unbekannten hin und versuche sie zu trsten, was mir aber nicht gelingt, da ich selber zu erschttert bin.

Ohne bergang wache ich im Bett auf. Die gleichen schmerzvollen Gefhle dauern mit unverminderter Heftigkeit an. Verwirrt und beunru higt versuche ich den Traum zu deuten; aber der Versuch beeinflut meine Stimmung in keiner Weise. Der Zusammenhang zwischen dem Ort des Geschehens, dem Tod der Anima und dem Hinweis auf die hnlichkeit mit meiner Frau ist derart offensichtlich, da es mir nicht gelingt, ihn wegzuinterpretieren.

Dieser Traum- war ein Schock fr mich, denn ich empfand den Verlust der Anima als Untergang einer Welt, mit der ich mich seit jeher verbunden gefhlt hatte. Selbstverstndlich lie sich das Erlebnis aus den bisher geschilderten Lebensumstnden heraus deuten. Und was konnte ich mit einer Deutung gewinnen? Doch nur eine Umsetzung der emotionalen Betroffenheit in Begriffe, die dem Kopf nur das sagten, was er ohnehin schon wute. Dann htte ich genau das wiederum vergessen, was ich hartnckig nicht zur Kenntnis nehmen wollte: den Gefhls schock!

Und ich war nicht der einzige, dem es so erging. Die Studenten unruhen in jener Zeit waren auch eine Reaktion und vor allem ein handfest be-greifbarer Ausdruck einer tiefen Gefhlsverletzung. Das Herz begann zu sprechen, es wollte umfassend begreifen, in sich ein schlieen, sich etwas ertasten, es berhren und nicht immer nur abstrahieren und sich den Definitionen des Intellekts beugen.

Jetzt war mir alles zu einer toten Wste unter der sengenden Sonne des Intellekts geworden. Die Begriffsapparate tteten eiskalt, sie zergliederten, zer schnitten, prparierten und objektivierten. Und sie vernichteten sogar die Anima, das Leben und dieses Leben begann sich zu wehren, es bumte sich auf und verschaffte sich Luft, unbeholfen, brutal, zerstre risch und rcksichtslos. Dies geschah drauen auf der Strae, aber in mir war eine Welt zerbrochen. Langsam begann ich zu verstehen, da Anima- kein abstrakter Begriff fr einen Gefhlsausdruck war.

Sie war konkrete Wirklichkeit, die sich im Alltag und in den Erfahrungsberei chen der Nacht verkrpern konnte. Aber wenn sie in der Nacht gestor ben war, dann mute auch die Alltagsordnung zusammenbrechen und aus allen Fugen geraten. Ich war also gezwungen, mein Verhalten zu ndern. Statt auf die Strae zu gehen, wollte ich endlich die Hinweise der Nacht bercksich tigen, denn sonst htte ich auer der Anima auch noch meine Familie verloren.

Dies bedingte zunchst eine Vernderung der Studienplne, denn Studienreformen lieen zu lange auf sich warten. Ich begann Psychologie und Philosophie zu studieren, unterzog mich einer Schulanalyse und nahm als Ausbildungskandidat das Studium am C. Jung-Institut in Zrich auf. Jung, wie wichtig die Bercksichtigung der eigenen Erfahrungen war da diese fr die Erkenntnisfindung von ausschlaggebender Bedeutung sind. Es galt, der Sprache des Intellekts die Sprache des Herzens zur Seite zu stellen, um den kognitiven und affektiv-emotionalen Bereich, die uere und innere Welt und das alltgliche und nchtliche Erleben wieder in Einklang zu bringen.

In den nchsten paar Jahren bewegte ich mich ganz im Rahmen tiefenpsychologischer Anschauungen. Oft gelang es mir, meine Trume 22 Anm. Daneben gab es aber auch uerst merkwrdige nchtliche Erfahrun gen, die mich an meine Jugendzeit erinnerten. Ich nahm jedoch auf grund meines in der Ausbildung erworbenen Wissens an, diese Erleb nisse seien blo Ausdruck vllig falscher Vorstellungen und fataler Miverstndnisse meinerseits. Obwohl mir gerade diese von der Jungschen Norm abweichenden Ereignisse Dimensionen des Erlebens ffne ten, an die ein normaler Traum nicht im entferntesten heranreichte, bemhte ich mich um einen Einbau in das Konzept der Tiefenpsycholo gie.

Dies gelang trotz umfangreicher Bemhungen nicht bzw. Bei diesen, vom blichen tiefenpsychologischen Verstndnis abweichenden und von Jung meines Wissens nur in seiner Autobiogra phie erwhnten Erlebnissen handelte es sich vor allem um auerkrperliche Erfahrungen. Diese waren mir schon von meiner Jugendzeit her bekannt, doch hatte ich sie beinahe vollends vergessen.

Nun machten sie sich jedoch wieder bemerkbar, es geschah Merkwrdiges. Begleiterscheinungen im Zusammenhang mit dem Austritt In diesem Kapitel werden Phnomene im Umkreis der Ablsung des Zweitkrpers vom im Bett liegenden physischen Leib beschrieben, wobei ich mich strikt an die chronologische Reihenfolge meiner Erfah rungen halte. Es wre auch mglich, eine vergleichende Studie aufgrund bestimmter Begleiterscheinungen zu machen und dabei die Berichte anderer Autoren zu bercksichtigen. Ich verzichte jedoch auf Vollstn digkeit, bersichtlichkeit und systematische Durchdringung zugun sten einer Darstellung mit stark autobiographischem Charakter.

Obwohl dadurch eine ganz persnliche Note in die Erzhlung und die Gliederung der Austrittserfahrungen miteinfliet, drfte dieser Form ein grerer Wiedererkennungs- und Identifizierungseffekt zukom men. Gleichzeitig knackt es laut. Sofort bin ich hellwach und berlege, was diese Phnomene fr eine Bedeutung haben: Bestimmt handelt es sich hier um ein synchronistisches Ereignis! Aber welches sind die Ursachen, die zu dieser Wortfolge und zum Knacken gefhrt haben, und worin besteht der akausale Zusammenhang?

Verstand ich das Wort Bezugslosigkeit als Antwort auf meine ber legungen, dann durfte ich ohne weiteres von diesen ablassen und mich. Nur mute ich eben noch lernen, da Gerusche aller Art manchmal den Ablsungs vorgang einleiten oder gleichzeitig mit dem Austritt auftreten. Auch beim Wiedereintritt sind akustische Wahrnehmungen nicht selten.

Allerdings gibt es hier wie bei allen anderen Phnomenen im Zusammenhang mit dem Austritt keine zwin genden Regeln! Zu den Geruschen, die einen Durchbruch, ein Kippen bzw. Derartige akustische Wahrnehmungen sind sehr hufig, aber sie werden entweder nicht beachtet oder eben nicht auf die Auerkrperlichkeit bezogen. Juli , als ich als waffenloser Sanittssol dat einen Wiederholungskurs in der Kaserne Aarau absolvierte, erlebte ich folgendes:.

Mitten in der Nacht bin ich pltzlich hellwach und habe das deutliche Gefhl, da ich mich von meinem im Bett liegenden Krper ablse, so als ob ich mit einem Zweitkrper aus der Hlle des physischen Leibes aussteigen wrde. Dies geschieht bei klarstem Bewutsein, wobei ich ganz besonnen bleibe und mir in allen Punkten ber meine augenblickli che Situation im klaren bin. Ich wei, wo ich bin, was ich tue, und ich empfinde diesen Vorgang wie die Krnung nach einer langen Zeit des Suchens und wie das Wiederfinden eines verlorengeglaubten Erfahrungs schatzes.

Langsam schwebe ich von meinem Bett aus dem Fenster des Dachstockzimmers hinaus, in dem meine Kameraden schlafen. Ich sehe sie in ihren Betten liegen und wundere mich ber das geheimnisvolle Licht, das ber allem liegt und die Gegenstnde wie von innen heraus leuchten lt. Drauen fliege ich schrg nach oben - bis in eine Hhe von etwa 20 Metern ber dem Boden.

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Beinahe schlagartig sehe ich nun den sternenbersten Himmel ber mir. Abermillionen Sterne und Galaxien gleien und glitzern in einer zutiefst beeindruckenden Schnheit, als wre ich irgendwo hoch oben in den Bergen drauen vor der Htte, um in der klaren und mondlosen Nacht in das Firmament hinaufzuschauen. Ich stelle fest, da ich das diesseitige Universum sehe. Ich htte auerhalb des physischen Krpers eher erwartet, eine andere Welt zu sehen, aber dem Aussehen nach zu 26 Anm.

Den noch fhle ich mich in dieser Unermelichkeit des Raumes vllig allein und irgendwie verloren. Deshalb beginne ich nach einiger Zeit nach einem Fhrer und Meister zu rufen. Aber trotz mehrmaliger Wieder holung rhrt sich nichts ich bleibe allein unter der majesttischen Weite des Sternenhimmels. Schlielich rufe ich nach Jesus Christus, doch es geschieht weiterhin nichts.

Nach ein paar Minuten komme ich zum Schlu, da ich wohl noch zu wenig reif fr derartige Reisen sei. Pltzlich erinnere ich mich an einen Freund, der vor kurzem in Indien war und dort meditiert hatte. Ich vermute bei ihm Verstndnis fr meine Situation und rufe deshalb laut seinen Namen. Tatschlich erscheint er ziemlich rasch und begleitet mich auf der Rckkehr in den Dachstock. Dann bin ich wieder im Bett, schlage die Augen auf und bleibe eine Weile nachdenklich liegen.

Spter schlafe ich ein. Und ich existierte in einem Krper, der anderen Gesetzen gehorchte. Dies lief nicht nur der gewohnten Verwendung des Wortes wach zuwider. Mein Erlebnis widersprach speziell an diesem militrisch geprgten Ort den blichen gesellschaftlichen Vorstellungen. Der Kontrast konnte kaum grer sein. Dies fhrte zu erheblichen Anfangsschwierigkeiten gedanklicher und sprachlicher Art. In den Jahren bis wurde mir dann immer deutlicher, da in bezug auf derartige Erlebnisse besonders eines zu beachten war: Ich mute die angelernten psychologischen Methoden und die von mir bernommenen gesellschaftlichen Vorstellungen relativieren.

Aber besa ich weder die Selbstndigkeit noch die Furchtlosigkeit, derartige Erlebnisse ohne psychologische Einordnungsbemhungen zu akzeptieren und es fehlten mir der Mut und die Risikobereitschaft, mein Weltbild mit allen Konsequenzen auf das Konzept der Auerkr perlichkeit auszurichten. Das Erlebnis in Aarau vom Juli zeigte mir nur, da es prinzipiell mglich war, mit einem intakten Ich-Bewutsein auerhalb des schla fenden Krpers zu sein. Diese Erfahrungsgewiheit war fr mich von auerordentlicher Bedeutung, denn sie lie in mir wieder eine beinahe vergessene Fhigkeit aufleben: die Fhigkeit, zu staunen: Einfach stau nen und vorbehaltlos ein Geschehen annehmen, das vom Gewohnten abweicht und der Erwartung zuwiderluft.

Das Erlebnis der Auerkrperlichkeit ist zuerst einmal etwas, was allen Sprachnormen und dem allgemein anerkannten Weltbild wider Deshalb ist man eher geneigt, die Wirklichkeit solcher abarti ger Erlebnisse zu bezweifeln oder irgendwie abzuwerten, als die bisheri gen Anschauungen in Frage zu stellen und zu korrigieren. Psychologische Theorien sind derart konzipiert, da sie das GanzAndere eher ausschlieen oder zumindest zu kontrollieren suchen, statt neue Mglichkeiten5 des Erlebens zu erffnen. Es gibt zwar Ausnahmen, aber sie werden kaum prophylaktisch als Strategie der Bewutwerdung und Erbrigung therapeutischer Manahmen genutzt.

Dabei scheint man davon auszugehen, da der Mensch in allen Fllen irgendwie und irgendwo krank sei und einer Therapie und Katharsis bedrfe: eine ziemlich verbreitete und dennoch sehr merkwrdige Vorstellung. Sie fhrt zur Betonung der Pathologie und der Heilungstechniken unter Vernachlssigung der Vorbeugema nahmen und der Vernderung des sozialen Umfeldes.

Persnliche Erleb nisse, die etwas von der Norm abweichen, werden so behandelt, als wren sie Ausdruck schlimmster Krankheitszustnde und seelisch geistiger Defekte. Obwohl gerade die nchtlichen Erfahrungen zuallererst einmal eine Herausforderung an die eigenen Mglichkeiten sind, findet sich kaum jemand, der sich ernsthaft und unabhngig von psychologischen und parapsychologischen Schulmeinungen mit ihnen auseinandersetzt. Sie sind Objekte fr Interpretationsversuche und statistische Untersuchun gen. Grundstzlich war ich auch selbst fr das mitverantwortlich, was mir zustie.

Verstndlicherweise versuchte ich, das eigene Erleben an allge meinen Mastben zu orientieren und in das Gewohnte einzugliedern. Nur durfte ich darin nicht zu weit gehen und behaupten, bestimmte Erfahrungen drften nicht ernst genommen werden, nur weil sie dem herkmmlichen Weltbild nicht entsprachen. Im Zusammenhang mit den Trumen und anderen nchtlichen Ereignissen gab es Verdrngungsmechanismen, die ich kaum als solche erkannte. Ich versuchte, nach den Regeln der Kunst zu interpretieren, weil ich gelernt hatte, da Trume ein symbolhaftes Geschehen seien.

Auf diese Weise hinderte ich mich oft selbst daran, vollbewut einzuschlafen, um mich direkt an Ort und Stelle mit den Ereignissen ausein anderzusetzen. Gem der psychologischen Auffassung bedeuten Traumbilder etwas, sie sind nicht, weshalb ich die hinter der Traumrealitt verbor gene eigentliche Wirklichkeit htte suchen mssen.

Vor allem in bezug auf die auerkrperlichen Erfahrungen galt es vorsichtig zu sein - ich durfte nicht einfach eine Sichtweise benutzen, die einer bestimmten psychologischen Schulrichtung verpflichtet war, und im kritischen Augenblick nach einem Ordnungsprinzip rufen. Wie erwhnt, brauchte ich mehrere Jahre, um nur einigermaen mit der Sache zurechtzukommen, denn ich bersah immer wieder ganz bestimmte Probleme, bzw.

Die mir zur Verfgung stehenden Orientierungshilfen gingen davon aus, da die Ich-Identitt beim Ein schlafen verlorengehe und da es nur eine Wirklichkeit gebe, nmlich die Alltags-Realitt. Alle anderen Erfahrungsebenen galten als halluzi natorisch. Unfhig, das Auergewhnliche geschehen zu lassen, war ich gezwun gen, wieder in den schlafenden Krper zurckzukehren oder dann unbewut zu werden. In den letzten paar Wochen ist es mir mehrere Male gelungen, mich vom Krper abzulsen und in den auerkrperlichen Zustand hinber zuwechseln. Aber ich wei nicht, was ich damit anfangen und wie ich dieses Ereignis einordnen soll.

Heute war ich wiederum erfolgreich: Ich habe meinen Zweitkrper willentlich aus dem schlafenden Krper wie einen Zapfen aus dem Flaschenhals gezogen.

Fr mich ist die gewhnlichste Art des Austrittes das seitliche Abrollen oder Aufstehen. Die Lage des physischen Krpers spielt dabei berhaupt keine Rolle. Ferner kenne ich z. Folgenschwere Sprachgewohnheiten Aus irgendeinem Grunde erwache ich mitten in der Nacht.

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Daraufhin versuche ich eine Krperablsung, was aber nicht gelingen will, so sehr ich mich auch anstrenge. Gleichzeitig lse ich mich wie ein Blatt vom im Bett liegenden Krper ab und gehe die paar Schritte zum Fenster hinber, wo ich stehen bleibe und mich auf die Mglichkeit besinne, mit dem abgelsten Zweitkrper durch geschlossene Fenster gehen zu knnen.


  • Wikipedia:Café/Archiv 2018 Q4;
  • Jarrod III: A Love Story!
  • Nouvelles légères (French Edition).
  • Il Naufragio (Italian Edition).
  • Ladybug Ladybug Come Fly on Me.
  • Spiel 2.0 - Eine Phänomenologie des Computerspiels (German Edition)!

Dann springe ich durch die Scheibe hindurch. Es widerspie gelte wie die anderen meine Unachtsamkeit und mein fehlendes Enga gement diesem Erfahrungsbereich gegenber. Das Erlebnis vom August hatte ich eigentlich nur aufgeschrieben, weil ich mich an keinen Traum erinnern konnte. Doch gerade bei derartigen Versuchen wre es wichtig gewesen, den Ablauf ausfhrlich zu beschreiben und vor allem die aufgetretenen Schwierigkeiten detailliert wiederzugeben.

Diese Disziplinierung schult nmlich nicht nur die Kontinuitt des Ich-Bewutseins, die Aufmerksamkeit und die Beobachtungsgabe, son dern hilft auch, Fehler zu vermeiden. Nach dem Mittagessen lege ich mich mit der Absicht hin, die Einschlafphasen ganz genau zu beobachten. Als erstes stelle ich ein stufen weises Absinken meines Bewutseins fest.

Diese Ausdrucksweise scheint mir jedoch nicht korrekt zu sein, denn mein Ich-Bewutsein mindert sich nicht, sondern es verlagert und verschiebt sich, weil meine Aufmerk samkeit sich anderen Dingen zu wendet. Das reale Alltagsleben um mich herum nimmt seinen blichen Lauf, whrend ich mich empfindungs mig immer weiter von ihm entferne, nicht nur bildlich gesprochen, sondern sogar krperlich mit dem Zweitkrper.

Denn ohne Anstrengung ist mir eine Ablsung gelungen. Sie geschah wie selbstverstndlich als Nebeneffekt der aufmerksamen Beobachtung der Einschlafphasen. Nun gehe ich sogleich durch die geschlossene Balkontre hindurch auf die Veranda hinaus. Unterwegs vergewissere ich mich mehrere Male meines Zustandes, nmlich der Tatsache, da ich dies schlafend tue und nicht real.

Ich denke auch an einige frhere Krperablsungen und vergleiche sie mit der eben erst durchgefhrten. Es fllt mir auf, da ein Austritt whrend des Mittagsschlfchens leichter zu bewerkstelligen ist als des Nachts. Drauen im Garten hre ich pltzlich die laut gewordenen Stimmen der spielenden Kinder. Ihr lustiges Geschrei reit mich ins Bett zurck und weckt mich auf. Aber ich verhindere ein totales Einklinken des Zweitkrpers, indem ich die Empfindungen des physischen Krpers in einem schwebenden Dmmerzustand belasse.

Als erstes bleibe ich natrlich reglos liegen, und auerdem registriere ich die Sinneseindrcke aus dem Alltag nur ganz am Rande und schwche sie ab, indem ich meine bewute Aufmerksamkeit als selektiven Filter einsetze und die ueren Ereignisse nicht besonders beachte. Statt dessen beobachte ich konzentriert das innere Geschehen. Solange ihre Stimmen nicht bermig laut werden, wird meine Konzentration auf die optischen Eindrcke nicht beeintrchtigt.

Die Grenze zwischen den beiden Welten bildet ein von hohen Bumen gesumter Bach, auf dessen anderer Seite einige Hochhuser stehen. Und in der Ferne erblicke ich die hchsten Gipfel eines imposanten Gebirges. Ich bin mir meiner Bewutseinsstabilitt zu unsicher und beschliee, Schritt fr Schritt vorzugehen und mir dabei unter allen Umstnden meiner Situation bewut zu bleiben.

Nach kurzem Anpeilen der Verandatre verschiebt sich mein Standort blitzartig um die zwei Meter bis zum Ausgang. Dann schaue ich intensiv auf die Rasenflche und stehe kaum eine Sekunde spter im Garten. Als nchstes blicke ich auf einen Ort drauen auf dem Feld in der Nhe des Baches. Auch dieser Sprung gelingt. Und dann versuche ich einen bis zu den Hochhusern auf der anderen Seite aber da dringt das lauter gewordene Kinderge schrei bis zu mir durch und zwingt mich wieder zurck ins Bett.

Dennoch bin ich zufrieden mit dem Erreichten, ohne deshalb die Ver suchsreihe abzubrechen. Ein paar Minuten spter gelingt es mir von neuem, aus dem schlafen den Krper auszutreten und in den Garten hinauszugehen. Beim bergang vom wachen in den schlafenden Zustand des physi schen Krpers habe ich die deutlich wahrnehmbare Empfindung, mich mit einem Zweitkrper abzulsen. Dann falleich jedoch wieder in einen halbwachen Zustand zurck, d. Dieses Hin- und Herschwanken zwischen Ausleibigkeit und Innerkrperlichkeit dauert eine ganze Weile, weshalb ich gengend Mue habe, in Ruhe ber den Wechsel nachzudenken und ihn zu beobachten.

Es scheint mir nun selbstverstndlich und ganz natr lich, da dieses Phnomen beim Einschlafen erlebt werden kann, wenn das Ich sich Mhe gibt, nicht selbst einzuschlafen. Die Ablsung geschieht jeweils sanft und lautlos ohne irgendwel che Begleitumstnde. Nachdem ich mich vollstndig abgelst habe, gerate ich ziemlich rasch in eine mir vllig fremde Umgebung. Der bergang geschieht derart schnell, da ich in einen Zustand hchster Verwirrung gerate.

Ich kann die Realittsebenen nicht mehr voneinan der unterscheiden was ist nun Alltag und was nicht! Diese Unsicher heit bedroht die Stabilitt und Kontinuitt meines Ichs, und es ist sehr anstrengend, bewut zu bleiben, statt dem Impuls nachzugeben, unbe wutzu werden. Endlich gelingt es mir, die Krise zu berwinden und die Ebenen auseinanderzuhalten, aber erst, als ich meinen auerkrperlichen Zustand als solchen akzeptiere und keine Skrupel mehr habe, in einem Erfahrungsbereich bewutseinskontinuierlich zu bleiben, der doch eigentlich als Traumzustand gilt und in dem es gewissermaen verboten ist, Bescheid zu wissen.

Weil ich damals zu stark trotz meinen Erfahrungen an der Vorstellung festhielt, im Traumzustand sei es unmglich, bewut zu bleiben, kam es am 1. Dezember gerade wegen meiner Bewut seinskontrolle und wegen meines Wissens, auerkrperlich zu sein, zu Komplikationen. Ich mute auf eine Art Zustandskontrolle zurckgrei fen und mir immer wieder sagen, da ich nun definitiv ausgetreten sei. Die Verwirrung htte andererseits vermieden werden knnen, wenn der Wechsel von der Alltagsebene in eine andere Umgebung nach dem Austritt langsam und schrittweise erfolgt wre.

Bei einem abrupten bergang hatte ich als Anfnger Mhe, mein Ich-Bewutsein stabil zu halten. Wortgebilde wie wachbewut trumen und bewut schlafen sind beraus ungewhnlich. Wachen und schlafen sind im Normalge brauch gegenstzliche Bezeichnungen und weisen auf vllig verschie dene Zustnde des Ichs hin. Ganz selbstverstndlich wird dabei der Zustand des Ichs mit dem des physischen Krpers gleichgesetzt.

Ein Ich, das nicht wach ist, schlft. Wer sich nun whrend eines Traumes pltzlich der Tatsache, im Traumzustand zu sein, bewut wird, erwacht in der Regel sofort. Aus lauter Gewohnheit und vllig kritiklos setzt das wachgewordene Ich voraus, da Wachwerden und Aufwachen des Krpers gleichbedeu tend seien. Da der Zustand des Ich-Bewutseins mit dem des physischen Krpers gleichgesetzt wird, verbietet es sich das rationale Ich selbst, wachend zu schlafen.

Sprachgewohnheiten sind im Falle der Auerkrperlichkeit uerst verhngnisvoll, denn es besteht ein fataler Zusammenhang zwischen Sprechen und Handeln. Dies bedeutet dann schlielich kennt man nichts anderes -, da mit dem Einschlafen das Ich-Bewutsein verlorengehen oder zumindest bis zur Unkenntlichkeit verndert werden mu.

Diese Wirklichkeit wird dem Schlfer aufgezwungen, wenn er es unter lt, sich mit derartigen Sprachregelungen kritisch auseinanderzuset zen. Wenn z. Wenn mir ein Arm oder ein Bein einschlft, weil ganz bestimmte Nerven allzu stark gepret wurden, dann sind die entsprechenden Glieder taub und nicht mehr zu spren. Dies mag unter Umstnden unangenehm sein, aber niemand wird deswegen behaupten wollen, sein Ich sei nun dissoziiert. Und Paraplegiker wird man nicht als schizophren bezeichnen, nur weil sie ihre Beine nicht mehr bewegen und spren knnen. Ich spre genau, wie ich mich sanft vom Krper ablse, ihn schlafend zurcklasse und im Zweitkrper durch die Fensterscheibe hindurch in den Garten hinausgehe.

Dann wende ich mich nach links, werde aber nach ein paar Schritten unachtsam und verliere die Kontinuitt des Ich-Bewutseins. Gleichzeitig wird die gewohnte Umgebung durch eine fremde berblendet. Je mehr mein Bewutsein schwindet, desto strker tritt das Neue in Erscheinung. Nachdem ich mich aber ein bichen in der neuen Welt umgesehen und mich mit ihren Dingen vertraut gemacht habe, werde ich mir wieder meines Zustandes bewut.

Sogleich beginne ich ber den Zusammenhang mit meiner psychischen ProbleAnm. Sie schlo nicht automatisch eine bewute Wechselwirkung mit den nichtalltglichen Ebenen ein. Es brauchte noch eine Art Fixierung des flchtigen, krperlosen Geistes, damit das Ich in seinem Zweitkrper nicht wieder unbewut wurde. Dies geschah unter anderem durch die Bereitschaft, das Unerwartete als eigenstndige Wirklichkeit anzunehmen und nicht stndig auf etwas Bekanntes zu reduzieren. Nur dann konnte das Ich sich seines Zustan des bewut bleiben und mute nicht blo deswegen unbewut werden, weil die Ereignisse dem Gewohnten allzusehr widersprachen.

Jetzt wute ich endlich, weshalb ich trotz verzweifelter Anstrengungen nicht weiter als etwa Meter von meinem Zimmer wegkommen konnte. Ich selbst war es, der auf der Forderung bestand, die Ereignisse htten sich an gewisse Regeln zu halten. Der auerkrperliche Zustand als solcher in einer normalen Umge bung war gerade noch erlaubt. Sobald es aber zu einem Wechsel in einen anderen Wirklichkeitsbereich hinein kam, entstanden massive Zweifel an der Realitt dieser nichtalltglichen Ebene, die schlielich zum Zusammenbruch der Kontinuitt des Ichs fhrten. Um bewutseins kontinuierlich bleiben zu knnen, mute ich lernen, andere Seins ebenen als eigenstndige Realitten anzunehmen.

Jung institut in Zrich habe ich niemals etwas von Auerkrperlichkeit gehrt. Meine Versuche, von diesbezglichen Erfahrungen zu erzhlen, stieen zudem auf taube Ohren. Das Konzept eines sich selbst und seines Zustandes vollbewuten Ichs bei schlafendem Krper schien an keiner Stelle in das anerkannte Weltbild oder gar in ein offiziell gebillig tes Paradigma hineinzupassen. Ich fragte mich nach dem Grund dieses Sachverhaltes und beschftigte mich deshalb vermehrt mit Erkenntnis theorie, woraus ich folgendes lernte: Die Mittel, die man benutzt, um Kenntnisse zu erwerben, werden 34 Anm.

Diesen Rahmen bezeichnet man als Welt bild. Nun beruht jedes Weltbild auf einer Reihe von sehr erfahrungsfer nen Voraussetzungen, die weder ausdrcklich aufgewiesen noch in Frage gestellt werden. Diese als selbstverstndlich aufgefaten Grundla gen der persnlichen Anschauung werden einfach verwendet und als Bestandteil des gesunden Menschenverstandes betrachtet.

Sie bilden eine Art Grundgefhl, das als emotionaler Hintergrund die eigene und die allgemein verbindliche Lebensweise und Lebensauffassung be stimmt. Aus ihm heraus werden Paradigmen geboren, die nicht zu ihm in Widerspruch stehen. Paradigmen sind modellhafte, verbindliche theoretische Anschau ungsmuster, denen man sich so ganz beilufig und wie selbstverstnd lich verschrieben hat. Sie bestimmen nicht nur die Art der Fragestellung, sondern auch die Arbeits- und Forschungsrichtung und die erlaubten und verwendeten Methoden. Fr eine gewisse Zeit umgrenzen sie den allgemein anerkannten wissenschaftlichen Leistungsrahmen, innerhalb dessen Probleme aufgeworfen und Lsungen geliefert werden drfen.

Setzungen dieser Art haben die Tendenz, sich zu verabsolutieren und prinzipiell keine Beobachtungen mehr zuzulassen, die nicht in das paradigmatische Konzept hineinpassen. Dem Sicherheitsbedrfnis und dem Wunsch nach Berechenbarkeit des Unvorhersehbaren steht die Nichtvoraussagbarkeit der Wirkungen spiritueller Erlebnisse gegenber.

Per snliche Erfahrungen verndern das Verhalten und setzen damit jeder erzieherischen Planung, allen wirtschaftlichen Voraussagen und politi schen Entscheidungen ihre Grenzen. Die Tore mten also fr den Zufall offenbleiben. Doch die Tore bleiben geschlossen. Doch Vorhaben, die durch Zielvorstellungen und Plansoll bestimmt sind, werden dem Zufall gegenber blind, weil wegen der Sachzwnge keine Zeit mehr brigbleibt, dem scheinbar Nebenschlichen und Unpassenden nachzugehen.

Alles Wissen, das sich durch die Beobachtung des Unerwarteten gewinnen liee, bleibt sonst drauen vor verschlossener Tr und wchst dort zu monstrsen Formen heran. Wer das alte Weltbild auf der Suche nach dem Lebenssinn verlassen will, hat damit zu rechnen, da vor der eigenen Tre furchterregende Dinge lauern. Die Weigerung, sich sein Leben ausschlielich durch das momentan gerade modische Weltbild bestimmen und sich seine Erfahrungsmg lichkeiten vorschreiben zu lassen, ist Ausdruck der Umsicht eines Menschen, der genau wei, da sein Leben auf dieser Erde nur von beschrnkter Dauer ist.

Andererseits ergibt sich die Ablehnung und Relativierung einer bestimmten Weltanschauung auch aus der Bereit schaft zur Serendipity. Dieses Erlebnis erffnet einen bislang unbeachtet gebliebenen Zugang zu den Problemen des Alltags. Es ist wichtig, bei der Diskussion der durch die Auerkrperlichkeit gegebenen neuen Mglichkeiten zunchst darauf zu verzichten, die Tatsache der gefhlsmigen Gewiheit der Auerkrperlichkeit erkl ren zu wollen einfach einmal staunen darber, da dem Ich der auerkrperliche Zustand zumindest whrend des Schlafzustandes sei nes physischen Krpers mglich ist; dieses Geschehen vorbehaltlos annehmen, obwohl es vom Gewohnten abweicht und der Erwartung zuwiderluft.

Dieses Erlebnis ist nmlich wirklich etwas, was dem Weltbild des technischen Zeitalters widerspricht. Wer den auerkrperlichen Seinszustand nur ein einziges Mal selbst erlebt hat,18 ist berzeugt von der Tatschlichkeit dieser Existenzmg lichkeit. Aus einem oder mehreren Erlebnissen darf man aber noch kein allgemeingltiges Begriffssystem ableiten wollen. Dogmatische Ansichten bleiben systemfremden Erfah rungsgewiheiten gegenber blind. Dies geschieht durch die Forderung, wissen schaftliche Resultate mten objektiv sein, weshalb der Subjektanteil nichts in ihnen zu suchen habe.

Aber es gibt keine Theorie, die subjekt unabhngig konzipiert worden ist oder ohne den Einflu subjektiver Strgren experimentell geprft werden kann. Dennoch tun viele immer noch so, als wrden Vorstellungsvermgen und Erlebnisfhigkeit21 des Menschen beim Aufbau einer Wissenschaft vllig belanglos sein.

Manchmal scheint es mir, als sei die Objektivittsforderung blo ein schlecht getarnter Herrschaftsanspruch, der zu seiner Stabilisierung der Entmythologisierung, der statistischen Nivellierung und der Unter drckung subjektiver Erfahrungen bedarf. Um den subjektiven Faktor nmlich in Grenzen halten zu knnen, mu der einzelne Mensch zu einem vollangepaten gesellschaftlichen Wesen und zu einem namen 36 Anm.

Mit gezielten Informationen kann man ihn daran hindern, zu sich selbst vorzustoen. Dazu gehrt auch der Zwang der schulischen und beruflichen Ausbildung, in deren Verlauf man sich Wissen zu erwerben hat, das sich einzig aus dem rationalen und materiellen Bereich rekrutiert und nur linkshirnig22 und intellektuell ist. Als Erwachsener ist es dann kaum mehr mglich, sich das Leben mittels persnlicher Erfahrungen zur Gewi heit werden zu lassen und existentielles Wissen zu gewinnen.

Andere neigen dazu, sie aufzubauschen, denn gerade aus der unmittelbaren spirituellen Erfahrungsgewiheit erwchst oft ein Elitarismus und Dog matismus besonderer Ausprgung. Er findet seinen Hhepunkt im Glauben an die Fhrerschaft und an das Gurutum, wobei jede Skepsis ausgeschlossen bleibt. Fhrer sind nun diejenigen, denen Geheimes offenbart wurde, wodurch sie sich als Subjekte weit ber die dumpfe Masse des Durchschnitts herausgehoben fhlen und sich mit dem Glorienschein der Auserwhltheit umgeben.

Jeder Zweifel wird im Keim erstickt, denn die Massen Darum sind Fhrer notwendig, die den ganzen gttlichen Plan mit all seinen Zielen und Richtungen26 sehen. Durch die zwingende Ausschlielichkeit solcher Aussagen wird jede vernnftige Argumentation abgewehrt. Geduldet werden nur noch blinde Gefolgschaft und absoluter Gehorsam.

Spte stens jetzt erinnere man sich daran, da wir mit unseren Ansprchen etwas mehr haushalten27 sollten. Zwar vermag jede Erfahrung aus der Ratlosigkeit der Sinnleere hinauszufhren, die Unwissenheit der einge schrnkten, eindimensionalen Lebensweise aufzubrechen und den nagenden Zweifel an der Wirklichkeit verstummen zu lassen. Aber keine Erfahrung darf den Anspruch auf alleingltige und alleinseligma chende Wahrheit erheben der Grad ihrer Gewiheit, ihres geborgenheit- und sicherheitgebenden Gefhls mag noch so stark sein.

Ohne Kritikvermgen und erkenntnistheoretische Reflexion wird Gewiheit blo zu Voreingenommenheit und Sturheit, erstarrt zur Wandlungsun fhigkeit und fordert fern jeder Nchstenliebe die Erfllung von Pflich ten und Prfungen, die aus bestimmten Zielvorstellungen heraus legiti miert werden. Zu leicht vergit man bei erschtternden, die ganze Person in ihrer Existenz zutiefst treffenden Erfahrungen, da selbst Gefhle absoluter Gewiheit oder die Gewiheit denkerischer Notwendigkeiten keine Anm.

Garantie dafr sind, in den Besitz der Wahrheit gekommen zu sein. Die Fhigkeit, der Ungewiheit trotz allem ihre Berechtigung zuzugeste hen28 und stets mit einem gehrigen Ma an Mitrauen dem allzu Offensichtlichen entgegenzutreten, bleibt ein notwendiger Bestandteil zwischenmenschlicher Beziehungen und erleichtert das Gesprch erheblich. Juni hatte ich einen freien Nachmittag. Etwa um 14 Uhr legte ich mich zu einem Mittagsschlaf hin und stand um 17 Uhr wieder auf. Monroes Der Mann mit den zwei Leben hatte mir wieder einen neuen Ansporn gegeben, die Sache mit der Auerkrperlichkeit genauer zu untersuchen.

Zuerst lege ich mich auf das Bett meines Sohnes im Kinderzimmer, wechsle jedoch bald ins Wohnzimmer hinber, weil der Lrm der auf der Strae spielenden Kinder zu stark ist. Mehrere Male werde ich aufge schreckt. Auerdem ist mein Arm eingeschlafen, und nun prickelt er heftig. Es dauert eine Weile, bis die strenden Empfindungen wieder verblassen. Im Wohnzimmer achte ich deshalb besonders auf die Lage der Arme. Sie drfen nirgends so aufliegen, da Druckstellen entstehen.

Dann schliee ich die Augen und entspanne mich. Pltzlich wache ich wieder auf und bin deshalb ziemlich verrgert. Schon wieder! Jetzt htte ich doch wenigstens in Ruhe schlafen wollen, nachdem im anderen Zimmer die Kinder mein Vorhaben, das Einschla fen zu beobachten, zu vereiteln wuten. Auch die Rckenlage behagt mir nicht mehr und berhaupt, jetzt ist es genug! Ich will aufstehen und rolle nach rechts aus dem Bett hinaus. Und im gleichen Moment merke ich, da ich mich abgelst habe. Unverzglich beginne ich mit den Beobachtungen und untersuche als erstes den Zweitkrper, mit dem ich ausgetreten bin.

Das Aussehen des Zweitkrpers ist nicht genau bestimmbar.

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Von der Gestalt her gleicht er einem lockeren Tuch mit weitem Faltenwurf, das seine Form stndig verndert. Erfhlt sich auch amorph an, aber vielleicht nur deswegen, weil meine Sinneswahrneh mungen stark beschrnkt sind. Ich kann das Tuch und meine Umwelt nur verschwommen und wie durch einen dichten Nebelsehen und diffus spren. Ich sehe allerdings die Umrisse des Bettes und der Mbel und bin berzeugt, im Wohnzimmer zu sein.

Als nchstes versuche ich, mich auf dem Boden ein bichen herumzu bewegen. Es gelingt. Unvermittelt treten aber sexuelle Spannungen auf, die jedoch schnell wieder schwinden, weil mir diese Empfindungen nicht nur von frheren Erfahrungen her bekannt sind, sondern weil sie mich auch an die Aussagen von Monroe erinnern. Dann denke ich daran, hochzufliegen und die Decke zu durchdringen und spre sogleich, wie ich hinaufschwebe, die Betondecke berhre und sie durchdringe.

Das Raumgefhl ist derart gut, da ich die Distanz genau abschtzen kann und auf dem Boden des oberen Wohnzimmers stoppe. Ich wei, da um diese Zeit niemand zu Hause ist, und glaube deshalb, mich ruhig Umse hen zu drfen. Dazu mu ich aber die Augen ffnen, was nun trotz grter Anstrengungen nicht gelingt. Um mich herum bleibt alles nebel haft verhangen, undurchdringlich und grau. Vielleicht wird es drauen vor dem Haus eher mglich sein, das Sehvermgen zu erlangen.

Dieser Gedanke gengt, um mich horizontal hinausschweben zu lassen. Vor dem Haus kann ich pltzlich Wiedersehen doch ich bin in eine fremde Welt hineingeraten, es hat mich in ein Jenseits verschlagen. Ich bin sehr zufrieden mit dieser Entwicklung und gehe daran, fliegend die unter mir liegende Landschaft zu erkunden.

Beim Einschlafen versuche ich, bewut zu bleiben und willentlich einen Austritt herbeizufhren. Ich werde diesen Versuch machen, um einerseits die prinzipielle Mglichkeit einer Ablsung abzuklren und andererseits die Voraussetzung dafr zu schaffen, die Frage nach den auerkrperlichen Zustnden bei den Schamanen von der eigenen Erfah rung her anzugehen. Ferner interessieren mich die therapeutischen Verwendungsmglichkeiten der Auerkrperlichkeit speziell im Hin blick auf die Wiedergewinnung eines verlorengegangenen Seelenteiles eines Kranken.

Aber dazu ist es eben notwendig, da die willentliche Ablsung gelingt und der auerkrperliche Zustand nicht zu ichhaften Zwecken ausgenutzt oder fr sexuelle Spielereien mibraucht wird, jede Art von Machtmibrauch wird mich scheitern lassen, weshalb ich mir dieser Gefahr bewut bleiben mu.

Der bergang vom Wachen zum Schlafen bietet ungeahnte Schwierig keiten, denn immer wieder wecke ich mich selbst auf, weil ich zu stark auf die Kontinuitt des Ich-Bewutseins achte und jeden Bewutseins verlust zu heftig kompensiere. Whrend dreier Stunden schwanke ich hin und her und hre jeden Glockenschlag der Kirchturmuhr in Hegen heim. Aber endlich gelingt die Ablsung. Doch bereits beim ersten Versuch, mit dem Zweitkrper aus dem physischen Leib herauszukommen, gibt es Merkwrdigerweise lst sich nicht alles ab.

Deshalb rolle ich wieder ganz in den im Bett liegenden Krper zurck und versuche es ein zweites Mal. Nach dem Abrollen nach links auf der rechten Seite liegt meine Frau bleibt der Zweitkrper wieder an gewissen Stellen hngen. Ich mu es nochmals versuchen, und erst nach mehreren Wiederholungen glaube ich, mich vollstndig abgelst zu haben. Etwas unbeholfen stehe ich auf.

Die Freude ber das gelungene Experiment ist gro, aber noch grer ist meine Zurckhaltung, denn als erstes mu die Kontinuitt meines Ich-Bewutseins stabilisiert werden. Der willentliche Austritt hat viel Kraft gekostet und fordert nun seinen Tribut ich verliere beinahe meine Luziditt. Um dem Schlafsog des physischen Krpers nicht zu erliegen, konzentriere ich mich ausschlielich auf das Ich, bis ich mich fr den nchsten Schritt stark genug fhle. Mit geschlossenen Augen optische Eindrcke knnten in dieser Anfangsphase zu verwirrend sein achte ich auf die Raumempfindun gen.

Ich wei ja nicht, ob mit der Ablsung gleichzeitig die Ebene gewech selt wurde.


  • Economy and Society?
  • The House That KIlls?
  • Summary Bibliography: Johnny Bruck?
  • Die Piratenpartei (German Edition).
  • Reckless (Thirty-1);
  • Between Two Eternities: Some Loves Are Meant to Last Forever...?

Dann mte ich es aber spren. Doch jetzt fhle ich mich nur etwa einen Meter von meinem physischen Krper entfernt. Also werde ich sehr wahrscheinlich immer noch auf der Alltagsebene sein. Vorsichtig aktiviere ich durch Verlagerung der Aufmerksamkeit auf die optische Wahrnehmung den Sehsinn. Das ffnen der Augen gehngt erstaunlich schnell im Gegensatz zum letzten Mal. Um mich herum ist es ziemlich dunkel, und es ist schwierig, etwas zu erkennen.

Die Dunkelheit scheint mir undurchdringlicher als sonst. Im normalen, innerkrperlichen Zustand htte ich mehr unterscheiden knnen, fetzt sehe ich nur die Umrisse des Tisches, die Fenster und drauen den im helleren Licht liegenden Garten. Vielleicht ist mein auerkrperliches Sehvermgen noch gestrt, unangepat und ungeschult. Ich gehe langsam bis zum Tisch.

Sachte sttze ich mich ab. Die Hnde des Zweitkrpers wrden sonst das Tischblatt durchdringen und ein abruptes Durchsacken knnte mich erschrecken. Was soll ich nun tun! Da hre ich eine Stimme, die laut und deutlich zu mir sagt: ln diesem auerkrperlichen Zustand ist es vor allem fr den Anfnger schwierig, Gerusche mit den sie erzeugenden Gegenstnden in Verbindung zu bringen. Dieses Problem mu man durch bung in den Griff bekommen. Mit der Zeit wird es dann gelingen, Gerusche korrekt mit dem sie erzeugenden Gegenstand zu verbinden.

Sonst gibt es nur Verwirrung! Die Unterweisung hat fr mich eine ganz praktische Bedeutung, denn ich hre nun den Tisch luten und die Mauern bellen und bin zunchst Ohne Unterweisung htte ich meine Luziditt in diesem Augenblick verloren, aber jetzt kenne ich das Problem und finde die Angelegenheit nicht besonders aufregend, sondern blo verblffend.

Ohne mich mit der Geruschzuordnung weiter zu beschftigen, durchdringe ich die Veran datr und spre pltzlich ein Verlangen nach sexueller Bettigung. Aha, jetzt ist es wieder soweit, denke ich. Doch allein schon das Bewutsein, da das Sexuelle berwltigend sein knnte, gengt, um es gar nicht erst zum Ausbruch kommen zu lassen. Ich drehe mich um meine Achse, um meinen Standort zu verifizieren. Alles deutet auf die Veranda der materiellen Ebene hin.

Dann schaue ich zum Himmel hinauf und bemerke rechts eine deutlich hellere Zone, die mich an das Pegasuserlebnis erinnert. Ich rufe laut nach dem geflgelten Pferd und rgere mich sofort ber mich selbst. Bin ich denn naiv? Ein Anfnger, der nicht einmal die Technik der Geruschzuordnung beherrscht, mu sich an die Grenzen seiner momentanen Fhigkeiten halten.

Doch ich scheine sie bereits berschritten zu haben, denn ich werde ohnmchtig und spre Sekundenbruchteile nach dem totalen Blackout meinen physischen Krper wieder. Das Ich-Gefhl ist dasselbe wie zuvor, nur empfinde ich jetzt einen starren Krper, der sich langsam wieder belebt. Whrend des Austritts sind vor allem die Arme ganz steif geworden, doch kmmere ich mich nicht darum, denn dieser Effekt scheint mir nebenschlich.

Wenn ich mich ein bichen gedulde, wird sich alles wieder bewegen lassen. Ich freue mich ber den erfolgreichen Versuch und die mir zugedach ten Unterweisungen, die mir sehr geholfen haben. Letztere sind das eigentlich berraschende, denn fr mich ist die Stimme auch ein Hin weis auf verborgene Mglichkeiten der Auerkrperlichkeit. Nach dem Auf stehen protokolliere ich das Erlebte.

Ein Blick auf die Uhr zeigt, da ein Uhr knapp vorbei ist. Demnach mssen die Glocken tne, die mich im auerkrperlichen Zustand verwirrten, diejenigen gewesen sein, die eine volle Dreiviertelstunde angeschlagen haben. Aber was ist mit dem Bellen der Mauern! Am offenen Fenster lausche ich in die Nacht hinaus. In der Ferne klfft ein Hund. Erst jetzt wird mir der Zusammenhang klar! Und wie steht es mit dem Geschauten! Es fllt mir auf, da einer der Rollden im Gegensatz zu dem, was ich auerkrperlich zu sehen glaubte, unten ist. Diese Abweichung gibt mir zu denken. Knnte es sich beim auerkrperlich gesehenen Umfeld um einen psychischen Nahbereich gehandelt haben, in dem die alltglichen Eindrcke als beinahe exakte Kopie ein in sich geschlossenes System bilden!

Aber gibt es denn berhaupt verschiedene Ebenen oder ist alles nur eine einzige Wirk lichkeit, in der klassifikatorische Netze mit verschiedenen Maschenwei Ich wei es nicht. Ich gehe wieder schlafen und mchte das Experiment ein zweites Mal durchfhren. Aber schon nach den ersten Versuchen merke ich, da zu wenig Energie vorhanden ist, um die Sache durchzustehen. Auerdem habe ich ein schlechtes Gefhl. Noch habe ich mich nicht mit dem Erlebten auseinandergesetzt. Es hat sich weder gefestigt noch gesetzt. Deshalb wre es ein Frevel, gleich zur nchsten Sensation zu hasten. Beim Einschlafen versuche ich ganz bewut, in den Traumzustand hinberzugleiten oder einen Austritt durchzufhren.

Nach mehreren, sehr mhsamen Anlufen strenge ich mich nicht mehr weiter an, sondern lasse mich in die Bewutlosigkeit des Schlafes absinken und stehe pltzlich mitten auf einer Strae. Ich bin mir meines Zustandes bewut, wei genau, da ich mich auf einer psychischen Ebene befinde und kenne den Ort, wo mein materieller Krper schlft Mit meiner schwankenden Einstellung verhinderte ich selbst einen kontinuierlichen bergang. Ich durfte nicht gleichzeitig mit dem Aus trittsversuch die Ereignisebenen wechseln wollen wenigstens nicht als Anfnger.